Gasausstieg
2035

Gasausstieg Jetzt:

Was kann ich tun?

Der neue Gasrausch der Bundesregierung ist eine gefährliche Entwicklung. Während die Klimakrise eskaliert und wir auf 3 Grad Erderwärmung zusteuern, plant sie neue Kraftwerke, Bohrungen und Import-Terminals. Du willst die neue fossile Infrastruktur stoppen? Dann fordere mit uns: Gasausstieg bis spätestens 2035!

Wir haben 2026 die Chance, den Gasrausch der Bundesregierung zu stoppen - nutzen wir sie! Komm zum großen Gas-Aktionstag im April, und schließ dich der Petition für einen Gasausstieg 2035 an. Dir ist das nicht genug? Dann erfährst du hier alles, was du wissen musst - vom Kampf gegen Bohrtürme bis zum Aufbau einer erneuerbaren und bezahlbaren Wärmeversorgung.

Fossile Expansion Stoppen!

Von Borkum im Norden bis nach Bayern im Süden: Überall in Deutschland wollen ausländische Firmen kurzfristige Profite auf den Rücken von Mensch und Natur machen. Gefahren für Grundwasser, Naturschutz und das Klima werden außer Acht gelassen. Dazu kommt: Erdgasförderung in Deutschland löst keine Abhängigkeiten. Selbst wenn wir alle heimischen Vorkommen ausbeuten würden, könnten wir damit nur rund 5 % unseres Verbrauchs decken. Während Planung und Genehmigungsverfahren laufen, müssen wir aktiv werden. Der Kampf gegen Bohrprojekte wird jetzt entschieden. Höchste Zeit, dass du dich mit einbringst!

Eine Große Menge Menschen steht mit einem sehr großen Banner am Strand. Auf dem Banner steht Bohrkum in Großbuchstaben (Der Name der Insel Borkum, mit einem zusätzlichen H, ein Wortspiel mit dem Wort bohren), wobei das H gleichzeitig eine Zeichnung einer Bohrinsel ist.

Borkum: Rettet das Wattenmeer

Vor der Nordseeinsel Borkum will der niederländische Konzern One-Dyas nach Gas bohren - Direkt neben dem Nationalpark Wattenmeer. Mit Demos und einem Protestcamp gibt es seit Jahren Widerstand. Kämpfe z.B. mit dem FFF-Mailtool dafür, dass die nötigen Verträge für das Vorhaben durch den Bund abgelehnt werden.

Eine große Menschenmenge vor einem Gasbohrturm in Reichling mit großen Buchstaben die einmal "Koa Gas!" und "Stop Gas!" bilden

Reichling: Kein Bohrturm in Bayern

Mitten in Oberbayern plant eine Tochter des kanadischen Konzerns MCF Energy ein Bohrprojekt. Zwischen Lech und Ammersee soll ein riesiges Gasfeld mit rund 100 km² Größe neu erschlossen werden. Im Dorf Reichling laufen dafür erste Probebohrungen. Umweltverbände, Bewegungsgruppen und die örtliche Bürgerinitiative leisten mit Klagen und Demonstrationen Widerstand. Komm mit zum nächsten Protest-Event!

Von BaWü bis Brandenburg: Bohrungen quer durch Deutschland!

Ob Sigmaringen oder Zehdenick: Quer durch Deutschland werden Bohrungen geplant. Demos & Bürgerinitiativen leisten vor Ort wirksamen Widerstand. Recherchiert, ob auch in eurer Nähe Projekte geplant sind, und werdet aktiv!

Nach­haltiges Heizen für Alle!

Die Kosten für das Heizen mit Erdgas werden in den nächsten Jahren stark steigen. Für Menschen mit wenig Geld kann das die Energiearmut bedeuten. Deswegen muss jetzt der lokale Gasausstieg gestartet werden: Städte müssen aufzeigen, welche Möglichkeiten es vor Ort für nachhaltiges Heizen gibt. Dafür müssen die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung transparent kommuniziert werden. Wir finden: Es ist der Job der Politik, klimafreundliches Heizen für alle bezahlbar zu machen, um so auch in Zukunft ein krisenfestes Heizen zu ermöglichen. Du kannst deine Stadt beim Heizen auf den richtigen Weg bringen: Mit Infokampagnen, Anträgen an die Lokalpolitik, oder sogar Bürgerbegehren!

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Prozesse anstoßen, Umdenken fördern:

Durch Podiumsdiskussionen oder spannende Infoveranstaltungen könnt ihr die Diskussion rund um Wärmewende und Gasausstieg ins Rollen bringen. Räumt mit Vorurteilen auf und sorgt dafür, dass Menschen in eurer Stadt mehr über erneuerbare Alternativen erfahren. Plant jetzt eine Veranstaltung mit Expert:innen oder Vertreter:innen aus der Lokalpolitik.

Kommunale Wärmeplanung:

Mit der kommunalen Wärmeplanung entwickeln Städte langfristige Strategien, um ihre Wärmeversorgung schrittweise auf erneuerbare Energien umzustellen und so bis 2045 klimaneutral zu werden. Viele Städte müssen ihre Wärmeplanung noch in den nächsten Jahren erstellen. Hier bietet sich eine Chance: Durch Stellungnahmen und die Teilnahme an Beteiligungsprozessen könnt ihr Einfluss nehmen. Recherchiert jetzt: Hat eure Stadt bereits eine Wärmeplanung, oder steht diese noch aus?

Bürgerbegehren:

Städte wie Flensburg machen es vor: Fordert ein festes Ausstiegsdatum für den lokalen Gasausstieg oder eine 100% erneuerbare Wärmeversorgung. Durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren könnt ihr eine klimafreundliche und bezahlbare Wärmeversorgung durch direkte Demokratie möglich machen. Beratet euch mit Gruppen in eurer Stadt: Wie könnte ein Begehren aussehen? Habt ihr die Kapazitäten dazu? Na dann los!

Erneuer­bare statt Gas­kraft­werke

Damit sich Gaskraftwerke überhaupt lohnen, müssen diese massiv subventioniert werden und zudem mindestens 30 Jahre laufen, damit sie profitabel werden. Trotzdem plant die neue Bundesregierung unter Kanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche den massiven Ausbau von 50 neuen Gaskraftwerken. Deutschland möchte bis 2045 klimaneutral sein - mit neuen Gaskraftwerken funktioniert das nicht. Auch für den Strompreis sind Gaskraftwerke eine Katastrophe: Der Strom aus Gaskraftwerken ist der teuerste überhaupt. Davon profitieren nur Erdgaskonzerne, nicht die Verbraucher*innen. Das heißt: Quer durchs Land wird Widerstand gebraucht, um mit lokalem Engagement fossile Kraftwerksprojekte zu stoppen.

Foto einer Podiumsdiskussion

Informationsarbeit:

Weist in eurem Newsletter und auf Social Media auf die gigantischen Kraftwerkspläne hin. Teilt in eurem Netzwerk, wo aktuell neue Kraftwerke gebaut werden und sprecht über die Belastungen für die Umwelt, die Steuerzahler:innen und das Klima. Macht klar: Die Kraftswerkspläne sind überdimensioniert, teuer und gefährlich.

Lobby-Ministerin stoppen:

Kaum jemand steht so sehr für den Ausbau der Gasindustrie in Deutschland wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Fordert jetzt ein Umlenken. Thematisiert Reiches Gas-Politik in euren Events, oder unterzeichnet Petitionen, die sich gegen den Ausbau von Gaskraftwerken stellen.

Lokalen Widerstand aufbauen:

Schon oft wurden Kraftwerksprojekte durch Widerstand vor Ort gestoppt. Recherchiere, ob auch in deiner Nähe große Kraftwerke geplant sind. Gibt es bereits Bürgerinitiativen oder Protestgruppen? Organisiere zusammen mit Freund*innen oder lokalen Organisationen ein Auftaktevent und plant gemeinsam euren Widerstand.

Aktionen und Demos: Macht Gas zum Thema

Erdgas ist dreckig, teuer und sorgt für Abhängigkeiten. Noch sind die Probleme rund um den Energieträger noch wenig bekannt. Jahrzehntelange Arbeit durch fossilen Lobbyismus hält sich hartnäckig und erschwert den Umstieg von Gasrausch auf Klimaschutz. Durch Aktionen oder Demos könnt ihr in eurer Stadt für mehr Bewusstsein sorgen. Wie wäre es mit einem Infostand oder einer Flyeraktion? Gibt es Expert:innen, die ihr für einen Vortrag oder eine Diskussion einladen könnt? Oder wollt ihr Erdgas bei eurem nächsten Klimastreik thematisieren? Hier haben wir Aktionsideen gesammelt, die sich ganz einfach umsetzen lassen.

Tag des offenen Heizungskellers:

Zeigt vor Ort, wie klimafreundliches Heizen schon heute funktioniert. Private Gastgeber:innen öffnen für einen Tag ihre Türen und erklären ihre erneuerbare Heiztechnik. Sprecht in eurem Freundes- und Bekanntenkreis: Wer hat bereits umgestellt? Arbeitet mit lokalen Verbänden oder euer Kommune zusammen und organisiert euren Tag des offenen Heizungskellers! Mehr Infos findet ihr hier.

Filmvorführung:

Viele Filme thematisieren Erdgas und seine Gefahren für Klima, Gesundheit und Umwelt. Ob der Kampf gegen Fracking in Promised Land, Flüssiggas in LNG um jeden Preis, oder Widerstand gegen Förderung in How to blow up a Pipeline - es steht viel Material bereit. Sprecht mit eurem lokalen Kino oder anderen Umweltgruppen, die möglicherweise schon mal eine Filmvorführung organisiert haben.

Kreideaktion:

Ein großes, spektakuläres Straßenbild kann für viel Aufmerksamkeit sorgen. Schreibt mit Kreide große Sprüche oder Motive zum Thema Erdgas auf eine Straße in eurer Stadt. Macht Fotos und verbreitet sie in der Presse sowie über Social Media. Meldet jetzt eine Aktion bei eurem lokalen Ordnungsamt an und informiert euch, ob ihr mit Kreide auf öffentliche Plätze malen dürft. Mehr Infos findet ihr hier.

Klimastreik:

Eine große Klimademo ist der perfekte Ort, um über den Gasrausch der Bundesregierung und seine Gefahren zu sprechen. Informiert euch jetzt über den nächsten bundesweiten Streiktermin, und meldet auch für eure Stadt eine Demonstration an!

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Die Folgen der Klimakrise sind schon jetzt überall auf der Welt sichtbar. Während klimagerechte Lösungen längst da wären, scheitert bezahlbarer Klimaschutz am fehlenden politischen Willen dieser Regierung. Besonders rund um einen Energieträger werden in den letzten Jahren immer stärker Probleme spürbar: Erdgas. Massive Ausbaupläne von Gasinfrastruktur, steigende Heizkosten, Streit um Bohrprojekte, Sorge vor Umweltschäden: Politik und fossile Konzerne befeuern die Klimakrise und unsere Lebenshaltungskosten immer stärker mit dreckigem Gas.

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Deutschland ist im Gasrausch. Die Merz-Regierung verfolgt eine Politik der Gasexpansion, die - falls umgesetzt - unweigerlich einen fossilen Lock-in-Effekt nach sich ziehen würde. Während die rasant eskalierende Klimakrise schon jetzt Todesfälle verursacht, menschliches Leiden hervorruft und wirtschaftliche Schäden mit sich bringt, sollen in ganz Deutschland neue Gasbohrungen, Gaskraftwerke und LNG-Terminals entstehen. Damit treibt die Bundesregierung das Land weiter in die Abhängigkeit von Gas.

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